Ein Gemüse, drei Wege
Hier findest du die bisherigen Wochengemüse im Überblick: kurze Einschätzung, drei Rezeptideen und ob sich das Einfrieren lohnt.
Wenn wir ein Gemüse auswählen, geht es uns nicht darum, möglichst exotisch zu wirken. Es geht darum, das zu behandeln, was gerade tatsächlich in großen Kisten am Marktstand liegt und oft übriggeblieben aussieht, weil niemand recht weiß, was man damit macht. Kohlrabi zum Beispiel wird oft nur roh in Salaten verwendet, dabei lässt er sich auch gefüllt im Ofen zubereiten oder zu einer erstaunlich cremigen Suppe verarbeiten.
Das Drei-Rezepte-Prinzip hat sich über die Zeit als praktisch erwiesen. Eine warme Hauptmahlzeit deckt den Wochentag ab, an dem wenig Zeit bleibt. Eine schnelle Beilage funktioniert, wenn das Gemüse nur als Ergänzung gedacht ist. Und eine Resteverwertung sorgt dafür, dass der letzte Rest aus der Gemüselade nicht in der Biotonne landet, sondern zum Beispiel als Rösti oder Auflauf ein zweites Leben bekommt.
„Wir testen jedes Rezept selbst mehrfach nach, bevor es online geht.“
Beim Einfrieren sind wir bewusst zurückhaltend mit Versprechen. Manche Gemüsesorten wie Kohlrabi oder Karotten vertragen das Blanchieren und Einfrieren ausgesprochen gut, andere wie Mangold oder Radieschen verändern beim Auftauen deutlich ihre Textur. Wir schreiben zu jedem Gemüse dazu, was wir in der eigenen Tiefkühltruhe beobachtet haben, ohne das als allgemeingültige Regel zu verkaufen.
Am Ende jedes Beitrags findest du außerdem eine kurze Einschätzung zur Menge: wie viel Gemüse für zwei Personen realistisch ist, damit du am Marktstand nicht über- oder unterkaufst. Diese Angaben basieren auf unseren eigenen Einkäufen und können je nach Haushalt natürlich abweichen.
Bisherige Wochengemüse
Eine Auswahl der Gemüsesorten, die wir bereits ausführlich behandelt haben.
Kohlrabi
Roh im Salat, gefüllt im Ofen oder als Cremesuppe. Blanchiert gut einzufrieren.
Gut geeignetTopinambur
Nussig im Geschmack, roh, gebraten oder als Suppe. Schale meist mitessbar.
Bedingt geeignetMangold
Blätter und Stiele getrennt verarbeiten. Roh, gedünstet oder in der Pasta.
Bedingt geeignetPastinake
Süßlich-erdig, ideal für Pürees, Ofengemüse oder als Suppeneinlage.
Gut geeignetRote Bete
Gekocht, roh gerieben oder eingelegt. Färbt Hände und Schneidebrett kräftig.
Gut geeignetSchwarzwurzel
Etwas mühsam beim Schälen, dafür fein im Geschmack, ähnlich Spargel.
Wenig geeignetWas gut einfriert
Wurzelgemüse wie Kohlrabi, Karotten, Pastinake und Rote Bete lässt sich meist gut blanchieren und einfrieren, da die feste Struktur erhalten bleibt. Wir portionieren dabei bereits vorgekocht, damit die Zubereitung später schneller geht.
Was besser frisch bleibt
Blattgemüse wie Mangold oder Radieschen verlieren beim Auftauen oft an Biss und werden wässrig. Hier empfiehlt es sich eher, kleinere Mengen einzukaufen und frisch zu verarbeiten, statt große Vorräte anzulegen.