Zwischen Naschmarkt und Brunnenmarkt entstanden
Juvantor ist kein Redaktionsteam mit Marketingabteilung. Es ist ein Küchentisch in Wien, an dem wir seit Jahren Marktgemüse ausprobieren, aufschreiben und wieder verwerfen, bis ein Rezept übrig bleibt, das wir tatsächlich weiterempfehlen.
Wie alles angefangen hat
Es gab keinen großen Plan. Es gab einen Samstagvormittag am Brunnenmarkt, eine Kiste Schwarzwurzel und die ehrliche Erkenntnis, dass wir keine Ahnung hatten, was man damit anfängt. Wir haben sie trotzdem gekauft, zu Hause im Internet nachgelesen, drei Varianten ausprobiert und zwei davon nie wieder gemacht.
Aus diesen Notizen wurde mit der Zeit eine Struktur: ein Gemüse pro Woche, drei Rezepte, eine ehrliche Einschätzung, was sich lohnt einzufrieren. Alles, was wir hier veröffentlichen, haben wir selbst gekocht, oft mehrfach, bis die Mengenangaben stimmten.
„Wir schreiben nur über Gemüse, das wir selbst am Markt gekauft haben.“
So entstehen unsere Rezepte
Kein Rezept landet direkt auf der Seite. Der Weg dorthin sieht bei uns ungefähr so aus.
Markt beobachten
Wir schauen, welches Gemüse gerade reichlich und in guter Qualität auf den Ständen liegt, statt starr einem Kalender zu folgen.
Drei Wege testen
Wir probieren mehrere Zubereitungsarten aus und behalten die drei, die im Alltag tatsächlich funktionieren.
Einfrieren prüfen
Wir frieren Reste testweise ein und probieren nach zwei bis vier Wochen, wie sich Konsistenz und Geschmack verändert haben.
Mengen realistisch machen
Wir rechnen die Rezepte auf zwei bis vier Portionen um, so wie viele Wiener Haushalte tatsächlich einkaufen.
Naschmarkt und Brunnenmarkt im Vergleich
Beide Märkte eignen sich für den Wocheneinkauf, doch sie ticken unterschiedlich. Hier ein paar Beobachtungen aus eigener Erfahrung, keine Bewertung, welcher Markt besser ist.
Naschmarkt
Viele Stände dicht nebeneinander, internationale Auswahl von Feta bis Kräutern aus dem Balkan. An Samstagen stark frequentiert, besonders in Kombination mit dem Flohmarkt am anderen Ende.
Brunnenmarkt
Längliche Marktstraße im 16. Bezirk, etwas weniger touristisch, mit einem soliden Angebot an heimischem Wurzelgemüse und Kräutern. Am frühen Vormittag ist die Auswahl am größten.
Unsere Grundsätze
Saisonal statt austauschbar
Wir schreiben über Gemüse, das gerade Saison hat, nicht über das, was ganzjährig im Supermarktregal liegt.
Persönlich statt anonym
Jedes Rezept kommt aus unserer eigenen Küche. Wir schreiben in der ersten Person, weil wir auch so kochen.
Ohne Produktwerbung
Wir erwähnen keine Marken und empfehlen keine bestimmten Geräte oder Zutaten gegen Bezahlung.
Nichts soll im Müll landen
Unsere Mengenangaben und Einkaufstipps sind so gedacht, dass möglichst wenig übrig bleibt und ungenutzt verdirbt.